Dioptrien

Die Dioptrie (dpt) ist eine Maßeinheit für die Brechkraft einer Linse. Damit handelt es sich gewissermaßen auch um diejenige Zahl, mit welcher man die Stärke eines Brillenglases angeben kann.

Ist dieser Wert negativ, handelt es sich um Kurzsichtigkeit, bei der Menschen in der Entfernung unscharf sehen. Ist der Wert positiv, ist die Brille dagegen für Weitsichtigkeit gedacht.

Die Brechkraft eines normalsichtigen Auges beträgt von Natur aus etwa 60 Dioptrien, doch je größer dann die Abweichung von diesem Wert ist, desto schlechter ist das naturgegebene Sehvermögen ihres Trägers. Bei einer Abweichung um 1 Dioptrie liegt eine leichte Sehschwäche vor, ab 2 Dioptrien sollte man eine Brille tragen, ab 5 Dioptrien wird üblicherweise eine starke Sehschwäche diagnostiziert.

Um in Erfahrung zu bringen, welche Dioptrienwerte die eigene Brille hat, genügt ein Blick in den Brillenpass, den man vom Optiker oder Augenarzt erhalten hat. Falls dieser verloren wurde, können Optiker mit einem Scheitelbrechwertmesser auch schnell die Dioptrienstärke einer Brille auslesen.

Wie wird die korrekte Stärke der Dioptrien ermittelt?

Im Falle, dass noch keine Brille getragen wird, die Sehstärke jedoch spürbar abgenommen hat oder die alte Brille nicht mehr passt, so muss die Sehstärke der Augen ausgemessen und bestimmt werden. Die Messung der nötigen Dioptrien besteht aus drei Phasen:

  • Messung mittels Autorefraktometer
  • Erfragung von Erkrankungen durch Augenarzt oder Optiker
  • Subjektive Refraktion

Zu Beginn wird die Vormessung mittels eines Autorefraktometers innerhalb weniger Sekunden durchgeführt. Hierfür muss nur in ein Gerät gesehen werden, in dem ein Beispielbild zu sehen ist. Dieses ist zu anfangs unscharf, und wird dann scharf gestellt. Die Messung geschieht währenddessen automatisch. Die Dioptrien-Zahl wird mittels Infrarotstrahlen ermittelt und der Optiker oder Augenarzt erhält einen ersten Wert.

Diese Messung mittels Autorefraktometers reicht allerdings nicht zur ganzheitlich korrekten Bestimmung der nötigen Dioptrien. Im Anschluss folgen Fragen vom Arzt oder Optiker, ob Erkrankungen der Schilddrüse, Diabetes oder Bluthochdruck vorliegen, da einzunehmende Medikamente die Fehlsichtigkeit beeinflussen können.

Um die Bestimmung der nötigen Dioptrien abzuschließen, wird die sogenannte Subjektive Refraktion mit dem Phoropter vorgenommen. Hier werden Zeichen oder Buchstaben in verschiedenen Größen gezeigt, die vom Untersuchten vorgelesen werden sollen. Die subjektiv angegebenen Werte werden nun mit den maschinell ermittelten Werten abgeglichen. So erhält man die korrekten Dioptrien-Werte und kann gegebenenfalls eine Sehhilfe anpassen.