Laserbehandlungen am Auge

Laserbehandlungen am Auge

Beim Sport stört die Brille oder die Augen tränen bei der Benutzung von Kontaktlinsen? Vor allem junge Menschen möchten nicht ihr Leben lang auf eine Sehhilfe angewiesen sein und informieren sich über die Lasik-Behandlung. Auf der anderen Seite kann jedoch auch der graue oder grüne Star mit einem Lasereingriff schnell und einfach behandelt werden. Die Operation unterscheidet sich jedoch vom kosmetischen Eingriff bei Fehlsichtigen.

Wie funktioniert's? Ablauf der Behandlung

Zur Korrektur der Kurz- oder Weitsichtigkeit findet zunächst ein Beratungsgespräch statt und der Patient wird dahingehend untersucht, ob die Behandlung mit Laser im individuellen Fall überhaupt Sinn macht. Wenn alles in Ordnung ist und die Sehschwäche im therapierbaren Bereich liegt, kann die Operation vorgenommen werden. Hierbei wird die Hornhaut per Laser abgeschnitten und zur Seite geklappt. Die Hornhaut wird anschließend soweit abgetragen, dass die Brechkraft wieder so ist wie bei einem Normalsichtigen. Zum Schluss wird die Hornhaut wieder zurückgeklappt. Der Eingriff ist übrigens nicht mit Schmerzen verbunden, da dem Patienten spezielle betäubende Tropfen ins Auge gegeben werden.

Bei der Iridektomie zur Behandlung des grünen Stars wird in der Nähe der Regenbogenhaut mit dem Laser eine winzige Öffnung geschaffen, durch die das Kammerwasser besser abfließen kann. Beim grauen Star wird mit Hilfe des Laserstrahls die Implantation einer Kunstlinse minimalinvasiv durchgeführt. Hierbei muss nur ein Schnitt von knapp 1,5 mm am äußeren Rand des Auges vorgenommen werden. Daraufhin wird die natürliche Linse vom Laser zerkleinert, entfernt und die künstliche Linse kann eingesetzt werden.

Das passiert bei einer Laserbehandlung: 1 Die Hornhaut wird abgelasert und zur Seite geklappt  2 Die Hornhaut wird auf normale Brechkraft abgetragen  3 Die Hornhaut wird zurückgeklappt Das passiert bei einer Laserbehandlung: 1 Die Hornhaut wird abgelasert und zur Seite geklappt 2 Die Hornhaut wird auf normale Brechkraft abgetragen 3 Die Hornhaut wird zurückgeklappt
Durch eine Laserbehandlung kann eine Sehschwäche größtenteils behandelt werden. Aber es gibt auch Risiken Durch eine Laserbehandlung kann eine Sehschwäche größtenteils behandelt werden. Aber es gibt auch Risiken

Möglichkeiten und Risiken

Die Laserbehandlung führt in den meisten Fällen zu zufriedenstellenden Ergebnissen: Die Sehschwäche kann mit 90%-er Wahrscheinlichkeit auf bis zu 0,5 Dioptrien genau korrigiert werden. Trotz des vielversprechenden Ergebnisses kann es bei Behandelten zu Blendeffekten in der Nacht oder Trockenheitsgefühl beim Blinzeln kommen. Da es sich aber um einen kosmetischen Eingriff handelt, der medizinisch nicht zwingend notwendig ist, müssen die Risiken ganz anders eingeschätzt werden. So kann es beispielsweise passieren, dass Menschen, die sich einer Laser-Operation unterzogen haben, nach Jahren eine Hornhaut-Transplantation benötigen, da die Hornhaut ihre Widerstandskraft durch das Lasern verliert. Auch eine Trübung der Hornhaut ist in seltenen Fällen möglich.

Beim grauen und grünen Star hingegen ist der Lasereingriff eine gute Möglichkeit zur Behandlung. Die Risiken der erhöhten Blendempfindlichkeit und des Fremdkörper-Gefühls sind jedoch dieselben.

Für wen ist die Therapie geeignet?

Die Laserbehandlung ist grundsätzlich für jeden Fehlsichtigen ab 18 Jahren geeignet, der eine Sehhilfe mit weniger als 8 dpt. benötigt. Die Kosten von 1500-2000 Euro pro Auge sind nicht zu unterschätzen, die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen diese nämlich nicht. Menschen mit Diabetes Mellitus und schwangere Frauen können derzeit nicht auf eine Laserbehandlung hoffen. Die Behandlung des grauen beziehungsweise grünen Stars wird jedoch von der Krankenkasse übernommen, da es sich um die Behandlung von Augenerkrankungen handelt und nicht um einen kosmetischen Eingriff.


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